Donnerwetter der Solarbranche

16.03.2012

Kurzfristige Kürzung der Förderung kommt bei den Renchtäler Fotovoltaik-Unternehmen nicht gut an.

Die Pläne der Bundesminister Norbert Röttgen und Philipp Rösler sorgen auch im Renchtal für Diskussionsstoff. Sie sehen vor, die Förderung der Energie aus Fotovoltaikanlagen
nicht mehr so stark zu unterstützen wie bisher.

Oberkirch. Herbert Birk, Inhaber des gleichnamigen Oberkircher Elektrounternehmens, hat mit einer Kürzung der Förderung für Fotovoltaikanlagen gerechnet. Die Kurzfristigkeit der Umsetzung hat ihn allerdings überrascht: Vorgestellt hatten die Bundesminister Röttgen und Rösler ihre Pläne am 23. Februar, umgesetzt werden sollten sie schon zunächst am 9. März, nach Protesten dann am 1. April. Birk ist damit nicht einverstanden.

Schon im Januar habe er Aufträge angenommen, deren Anlagen erst Ende April montiert werden. Für diese Kunden gelten nun andere Vergütungssätze als geplant und die Finanzierung der Anlagen müsse neu berechnet werden.
Für die Fotovoltaik-Branche sei die Kürzung der Fördermittel schwierig. Besonders Unternehmen, die sich auf Fotovoltaikanlagen spezialisiert und viel Geld investiert haben, sieht Birk in ihrer Existenz bedroht.
Ärgerlich findet er, dass in der Politik nur die Subventionen der Fotovoltaik ein Thema seien. »Die Subventionen für die Solarenergie sind hoch, aber von den Subventionen für die Kohlekraftwerke und die Entsorgung des Atommülls spricht niemand.« Langfristig, da ist sich der Oberkircher sicher, werde Solarstrom der preiswerteste Strom überhaupt sein.
Auch Otto Schmälzle von der Firma Elektro Schnurr kritisiert die Art und Weise, wie die Änderungen umgesetzt werden sollen. Täglich gebe es neue Aussagen zum Vorhaben der Bundesregierung und er müsse dann darauf reagieren. »Für die Kunden mit größeren Anlagen wird es in Zukunft schwieriger werden, eine Rentabilität zu erreichen.« Dennoch sieht er in der Solarenergie die Zukunft. »Die Preise an der Strombörse in Leipzig sind trotz der Abschaltung von sieben Atomkraftwerken gefallen. In allen anderen Ländern, die auf Atomstrom setzen, sind die Strompreise gestiegen. Die Fotovoltaik ist eigentlich ein Preisdrücker.«
Energieberater Arno Waller aus Lautenbach hält die Kürzung der Mittel für die Förderung des Stroms aus Fotovoltaik prinzipiell für sinnvoll: »Der Solarstrom muss konkurrenzfähig werden, das geht nur mit Preisen in einem normalen Bereich.« Den Schnellschuss der Regierung sieht Waller aber ebenfalls kritisch. Den Händlern, Herstellern und Kunden würde damit vor den Kopf gestoßen. Auch für Waller liegt in der Solarenergie definitiv die Zukunft. Große Gewinne werde man zwar erst mal nicht erwarten können, aber durch eine Fotovoltaikanlage mache man sich als Hausbesitzer autark und sei nicht abhängig vom Strom, dessen Preise wahrscheinlich weiter steigen.

Den kompletten Bericht und das Interview mit Stadtwerke-Chef Wolfgang Klattig als PDF zum Download.

Quelle: Mittelbadische Presse | Katharina Reich

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