Sonne schickt keine Rechnung

10.06.2015

Mit der Solarbatterie lässt sich der Eigenverbrauch von 30 auf 70 Prozent steigern. An der Batterie selbst und über eine App auf dem Smartphone lassen sich Stromgewinnung und Verbrauch ablesen.

Förderung für Strom aus Fotovoltaikanlagen rückläufig / Kosten für Installation ebenfalls gesunken
Aufklärung ist ein großer Bestandteil der Arbeit von Herbert Birk und Mario Schmiederer beim Vertrieb von Solaranlagen, denn die sinkenden Beträge der Einspeisevergütungen seien vielen Menschen bewusst, nicht aber, dass die Kosten für die Technik ebenfalls deutlich gesunken sind. »Die Solartechnik hat politisch und medial ein schlechtes Standing«, sagt Schmiederer, Geschäftsführer von Planet PV in Zusenhofen. Dabei sei nicht nur die Vergütung für den erzeugten Strom gesunken, sondern auch die Kosten für die Fotovoltaikanlagen. Hätten 1kW-Module vor Jahren noch etwa 5000 Euro gekostet, seien es heute nur noch 1500 Euro. »Die Rendite ist also in etwa gleich geblieben«, sagt Schmiederer. Wegen der sinkenden Einspeisevergütung lohne es sich vor allem, den Strom vom eigenen Dach selbst zu verbrauchen. »Speist man den Strom ein, erhält man heute in etwa zwölf Cent pro KWh. Muss man den Strom hingegen einkaufen, bezahlt man 24 bis 26 Cent«, rechnet Herbert Birk, Geschäftsführer von Elektro Birk, vor. »Jetzt werden Batterien interessant«, fügt er hinzu und führt die eigene Batterie der Solaranlage auf dem Betriebsdach vor, die den Strom für die Nacht oder schattige Phasen des Tages speichert.

Eigenverbrauch deutlich steigern
Mit der Solarbatterie lasse sich der Eigenverbrauch von 30 auf 70 Prozent steigern. An der Batterie selbst und über eine App auf dem Smartphone lassen sich Stromgewinnung und Verbrauch fast in Realzeit ablesen. Auch den Speicherstand der Batterie und die Einspeisung bilden das Display ab. Schaltet man die Zimmerbeleuchtung aus, so ist der geringere Stromverbrauch nach wenigen Sekunden zu erkennen. »Der Stromverbrauch wird sichtbar. Die Batterie sorgt damit auch für eine emotionale Komponente«, sagt Birk. Das Förderprogramm KfW 275 trägt etwa ein Drittel der Kosten für die Batterie. Schmiederer vertreibt noch keine Solarbatterien. Er findet sie noch zu teuer, glaubt aber, dass sie bald rentabel werden. Solarenergie hält er aus mehreren Gründen für überzeugend.

Interessant für Anleger
»Sie lohnt sich schon deshalb, weil die Alternative »Öl und Umweltverschmutzung lautet«, sagt er. Außerdem seien die Anlagen wegen der Zinslage auf dem Kapitalmarkt interessant. Eine Finanzierung sei wegen niedriger Zinsen günstig, die Rendite im Vergleich zu herkömmlichen Geldanlagen »sehr hoch«. Birk hat noch ein Argument parat: »Bei anderen Energievarianten muss man immer wieder mit Investitionen nachlegen. Bei Sonne und Wind kommt aber nichts mehr nach. Die Sonne schickt uns keine Rechnung.«

ARZ vom 9. Juni 2015 | KATHARINA REICH

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