Stromkunden werden abgezockt

28.02.2011

Zur Energiepolitik: Jede Strompreiserhöhung der letzten Jahre wurde mit einer gestiegenen Förderumlage für die erneuerbaren Energien (EE) begründet. Tatsache ist, die EEG-Förderumlage für alle erneuerbaren Energien stieg von 2000 bis 2009 um nur einen Cent je kWh Strom. Um satte 9 Cent stieg im gleichen Zeitraum der Strompreis für die Haushaltskunden. Wo blieb die Differenz von 8 Cent? Richtig, in den Taschen der Stromkonzerne. Denn zwischen 2000 und 2009 explodierten die Gewinne der drei großen Stromversorger von 5,7 auf 26 Milliarden Euro pro Jahr. RWE machte in der Stromsparte 2009 einen Gewinn von satten 26,6 Prozent.

Nicht die EE sind also die Strom-Preistreiber, sondern die Stromkonzerne. Energieversorger, Presse und Regierungspolitiker werden dennoch nicht müde, die EE als die großen Strompreistreiber zu diffamieren. Natürlich steigt durch den Ausbau der EE die EEG-Umlage an. Es verwundert aber schon, dass die Medien hier nur die halbe Wahrheit verbreiten. Sie berichten zwar über die Erhöhung der EEG Umlage, nicht aber zum Beispiel über die Strompreiskritik des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Herrn Kurth, der meint: »Die Verbraucher sollten nicht in vollem Umfang mit der erhöhten EEG Umlage belastet werden. Die zunehmende Menge an erneuerbarer Energie bewirkt sinkende Großhandelspreise, weil sukzessive teuere Kraftwerke aus dem Markt gedrängt werden. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur müsste der Beschaffungskostenanteil bei den Haushaltskunden 2011 durchschnittlich um etwa einen halben Cent pro kWh sinken. Ich denke, einige Anbieter missbrauchen auch das Argument der EEG-Umlage, um ungerechtfertigte Preiserhöhungen zumachen.«

Die derzeitige Medienkampagne gegen die Solarenergie ist ein beispielloses Ablenkungsmanöver von den tatsächlichen Abzockern im Strombereich, nämlich den großen Stromkonzernen. Festzuhalten bleibt, die alternativlose Umstellung der Energieversorgung auf EE kostet Geld, ein »Weiter so« mit Kohle und Atom kostet uns die Zukunft.

DIETER OSCHWALD
Schutterwald
Quelle: MITTELBADISCHE PRESSE I www.baden-online.de | Montag, 21. Februar 2011

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