Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg für Wohnungen

Der Landtag von Baden-Württemberg hat in seiner Sitzung am 10. Juli 2013 beschlossen, den Einbau von Rauchmeldern in Wohnungen und Häusern zur Pflicht zu machen. Allein durch Appelle und Werbeaktionen war eine flächendeckende Verbreitung von Rauchwarnmeldern nicht zu erreichen. Diese wird aber von Experten schon lange gefordert. Denn bevor es richtig brennt, kokelt es. In der kurzen Phase des Schwelbrandes können Brandmelder dafür sorgen, dass Menschen gewarnt werden und fliehen oder das Feuer löschen können.

Die Pflicht für die Montage von Rauchmeldern ist für Neubauten sofort gültig.
Für Bestandsbauten gilt eine Übergangspflicht zur Nachrüstung bis zum 01.01.2015.

Wieviele Rauchmelder werden für eine Wohnung benötigt?
Die Landesbauordnung von Baden-Württemberg sieht eine Installation von Rauchmeldern vor für:
Schlafräume, Kinderzimmer und Flure,
über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, mit mindestens jeweils einem Rauchwarnmelder auszustatten.

Wer ist für Einbau und Betrieb zuständig?
Einbau: Verantwortlich für den Einbau ist der Eigentümer des Hauses bzw. der Wohnung.
Betrieb/Wartung: Für die Wartung, d. h. Batteriewechsel, regelmäßiger Test des Rauchmelders und Wartung ist der Bewohner/Mieter verantwortlich. Dies gilt nicht, wenn vereinbart wird, dass der Eigentümer die Wartung übernimmt.

Rauchalarm rettet Leben!

In Deutschland werden dieses Jahr über 600 Menschen bei Wohnungsbränden sterben. Rauchalarme haben in den USA, in Kanada, in Großbritannien und in Skandinavien in den letzten 10 Jahren Tausende von Menschenleben gerettet.

Warum einen Rauchalarm?
Brandrauch ist heimtückisch: moderne Haushalte sind von Möbeln bis Gebrauchsgegenständen angefüllt mit Kunststoffen, bei deren Verbrennung giftiger Rauch entsteht. Selbst kleine Brandherde können so durch ihre Rauchentwicklung zur großen Gefahr werden. Ein Rauchalarm erkennt frühzeitig den bei Schwelbränden entstehenden Rauch und warnt durch einen lauten, pulsierenden Ton. Schlafende werden zu einem frühen Zeitpunkt geweckt.

Wie funktioniert der Rauchalarm?
Zum Beispiel nach dem Streulichtprinzip. Dabei wird alle paar Sekunden eine Lichtquelle im Gerät kurz aktiviert. Sind Rauchpartikel in einer bestimmten Konzentration in der Prüfkammer vorhanden, reflektieren sie das Testlicht auf eine Fotozelle. Die Fotozelle reagiert und löst den Alarmton aus.

Was soll ich kaufen?
Auf jeden Fall ein Markengerät, das ein GS-Zeichen trägt und rauchtechnisch geprüft ist oder eine der internationalen anerkannten Normen erfüllt, z. B. den BS 5446 Part 1 (Sie können das der Packungsaufschrift entnehmen). Nur mit einem solchen geprüften, geeichten Gerät können Sie sicher sein. Manche Geräte können auch zusammengeschlossen werden (Tandembetrieb). Erfasst im Tandembetrieb ein Sensor irgendwo Rauch, ertönt der Alarm aus allen angeschlossenen Geräten. Diese Variante ist vor allem in größeren Häusern zu empfehlen.

Wo brauche ich einen Rauchalarm?
Da die meisten Wohnungsbrände im Wohnbereich beginnen, empfiehlt es sich, den Rauchalarm zwischen Wohn- und Schlafbereich anzubringen. In Wohnungen sollte als Mindestschutz ein Rauchalarm vor dem Schlafbereich angebracht werden. Bei getrennten Schlafbereichen (etwa in Kinder-, Gäste-, Elternschlafzimmer) sollte vor jedem Schlafbereich ein Rauchalarm installiert werden. Bei mehrstöckigen Häusern sollte als Mindestschutz ein Rauchalarm in jeder Etage und vor jedem Schlafbereich installiert werden, z. B. im Flur zu den Schlafräumen. Bei ausgebauten Dachböden wird dringend empfohlen, einen Rauchalarm über der Treppe anzubringen.
Für bestmöglichen Schutz sollte in jedem Raum ein Rauchalarm installiert werden. Rauchalarme sollten an der Decke und möglichst in der Mitte des Raumes montiert werden. Ein Mindestabstand von 50 cm zu Ecken und Wänden sollte dabei stets eingehalten werden.

Wie kann ich sicher sein, dass das Gerät auch funktioniert?
Moderne Rauchalarme haben einen Testknopf, mit dem sich ihre Funktionstüchtigkeit jederzeit prüfen lässt. Die größte Sicherheit bieten Geräte, die durch einen regelmäßigen Piepston auf den fälligen Batteriewechsel aufmerksam machen. Je nach Marke beträgt die Batterielebensdauer bis zu drei Jahre. Einfach an die Decke schrauben und fertig.

Rauchalarme – damit Sie aufwachen, bevor es zu spät ist ...

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